Weinstein  

Kaliumsäuretartrat, gemeinhin Weinstein genannt, ist ein Monokaliumsalz der Weinsäure L (+). Sein chemischer Aufbau wurde im 18. Jhd. durch die Arbeiten von Margraff, Scheele und Berzelius aufgezeigt.

Man findet Weinstein in natürlicher Form in zahlreichen Früchten, vor allem in Trauben. Diese schwer lösliche Verbindung kristallisiert während der Alkoholgärung an den Wänden von Gährbottichen.

Diese Ablagerung wird entnommen und als Rohstoff für die Herstellung von raffiniertem Weinstein verwendet, den man durch mehrfache Reinigung des Rohstoffs erhält.

Synonyme
  • Saures Kaliumtartrat
  • Monokaliumtartrat
  • Monokaliumsalz der Dihydroxysäure - 2,3 butan-dioisch - (2R,3R)
  • Monokaliumsalz der Weinsäure L(+)
  • Kaliumbitartrat
  • Kaliumhydrogentartrat

Chemische Formeln

KHC4H4O6


Form und Darbietung

Weinstein wird als feines Pulver (65 - 70% Siebdurchlauf von 71m) mit einer Rohdichte um 1 angeboten


Verwendung

• Backpulver
• Weinbehandlung
• Herstellung von Keksen, Backwaren und Pralinen
• Pharmazeutische Industrie
• Zahnpaste
• Metallbearbeitung - Drahtzieherei
• Feuerwerkstechnik
• Glasherstellung
• Uhrenbau

Lagerung - haltbarkeit

Weinsäure sollte in hermetisch geschlossener Verpackung aufbewahrt und an einem trockenen Ort vor Feuchtigkeit geschützt und unter normalen Temperaturbedingungen gelagert werden. Bei ordnungsgemäßer Lagerung ist die Verbindung beständig und verdirbt nicht im Laufe der Zeit. Es wird jedoch den geltenden Vorschriften entsprechend ein Verfallsdatum von einem Jahr angegeben. Das Produkt klumpt leicht. Es wird daher von längerer Lagerung abgeraten, insbesondere für feine Korngrößen.

Verpackung

In mehrlagigen Papiersäcken von 25 kg Nettogewicht mit Innenbeutel aus Polyäthylen.